Desirée Solenberger erforscht New Media zwischen Körper und 3D

Die Künstlerin untersucht das Verhältnis von Bewegung, Typografie und digitalen Umgebungen im Feld des zeitgenössischen Designs.

Caíque Nucci

Text von Caíque Nucci

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Die Arbeit von Desirée Solenberger ordnet sich um eine direkte Frage: Wie lässt sich Bewegung in visuelle Sprache übersetzen. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Typografie, Bild und Interaktion, mit dem Körper als stetem Bezugspunkt. Der Tanz erscheint als Struktur und gibt Rhythmus und Wiederholung innerhalb grafischer Systeme vor.

Von diesem Ausgangspunkt aus entfaltet sich ein Verfahren, das starre Trennungen zwischen dem Physischen und dem Digitalen vermeidet. Statt unmittelbar vom Bildschirm auszugehen, führt die Künstlerin Gesten, Verzerrungen und materielle Störungen ein. Der Fehler wird nicht korrigiert, er wird als Teil des visuellen Systems aufgenommen.

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In jüngeren Arbeiten werden dreidimensionale Formen, die in der Mode beobachtet wurden, in das typografische Feld verschoben. Es gibt eine physische Bearbeitung, gefolgt von einer digitalen Übersetzung. Das Ergebnis sucht keine Präzision. Das Bild hält die Spannung, mit Rauschen, Verformungen und sichtbarer Instabilität.

Ein solcher Zugang gehört zu einem weiteren Feld der New Media, in dem Technik nicht mehr allein als Werkzeug wirkt. Das Interesse verlagert sich auf die Sprache, die aus dieser Begegnung entsteht. Interface, Bild und Bewegung beginnen, auf derselben Ebene zu wirken.

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In der Arbeit von Desirée gibt es keinen Versuch des Abschlusses. Die Projekte bleiben offen, nahe an einem Zustand der Erprobung. Mehr als zu lösen, aktiviert die Künstlerin Systeme und lässt sie sich zwischen Körper, Bild und Code verschieben.

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