Journalist Adam Iscoe wechselt zu Notion in der Tech-Storytelling-Welle

Adam Iscoe, Mitarbeiter des The New Yorker, tauscht die Redaktion gegen Notion, das Technologieunternehmen mit einem Wert von rund 11 Milliarden Dollar, ein Schritt, der zeigt, wohin sich renommiertes redaktionelles Talent bewegt.

Caíque Nucci

Text von Caíque Nucci

Gründer

Adam Iscoe, Mitarbeiter des The New Yorker, tauscht die Redaktion gegen einen Platz bei Notion, dem Technologieunternehmen mit einem Wert von rund 11 Milliarden Dollar. Der Schritt steht nicht allein: Er bestätigt einen jüngsten Trend, bei dem Tech-Unternehmen eigene Storytelling- und Medienteams aufbauen, statt sich allein auf die traditionelle Presse zu verlassen, um ihre Geschichte zu erzählen.

Das Timing sticht ins Auge. Vergangene Woche dominierte Iscoes Reportage für das Magazin über gewöhnliche Wettende, die Wall Street bei Prognosemärkten schlagen, die Feeds; Tage später moderierte er ein Live-Gespräch zwischen Oscar Isaac, Bill Murray und Lois Smith über Einsamkeit und künstliche Intelligenz. Genau auf diesem Höhepunkt redaktioneller Relevanz entschied er sich, die Redaktion gegen das Softwareunternehmen einzutauschen.

Der Fall ist Symptom einer größeren Bewegung: der Abwanderung redaktioneller Talente von renommierten Publikationen in die Tech-Unternehmen selbst, ein Trend, der zu Jahresbeginn mit der Übernahme der Nachrichtensendung TBPN durch OpenAI an Fahrt gewann. Für diese Unternehmen ist die Investition in eigenes Storytelling auch ein Weg, die öffentliche Erzählung selbst in die Hand zu nehmen, statt sie an die Presse auszulagern.

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Von Complete