Das MAC USP veranstaltet Debatten über José Antônio da Silva
Das MAC USP richtet im Rahmen der Ausstellung José Antônio da Silva: Pintar o Brasil bis März 2026 Gesprächsrunden aus, die Kunstschaffende, Kuratierende und Kulturschaffende zum Werdegang und zur Rezeption des Malers zusammenbringen.
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Text von Caíque Nucci
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Das Museu de Arte Contemporânea da Universidade de São Paulo (MAC USP) richtet zwischen Februar und März 2026 eine Reihe von Gesprächsrunden im Rahmen der Ausstellung José Antônio da Silva: Pintar o Brasil aus, die bis zum 15. März zu sehen ist. Die Treffen beginnen jeweils um 11 Uhr und bringen Kunstschaffende, Kuratierende, Sammelnde und Kulturschaffende zusammen, um über die Produktion und die kritische Rezeption des Malers aus São Paulo zu sprechen.
Das Programm beginnt am 21. Februar, mit Lais Myrrha, Paulo Pasta, Theo Monteiro und Alexandre Martins Fontes, moderiert von Fernanda Pitta, Kuratorin der Ausstellung. Am 7. März richtet sich die Debatte auf das Sammeln und den Umlauf des Werks von Silva, mit Sébastien Gokalp, Direktor des Musée de Grenoble, der Galeristin Vilma Eid und dem Sammler Orandi Momesso, moderiert von Emilio Kalil, Direktor der Fundação Iberê Camargo. Am 14. wird der Film Este é o Silva gezeigt, gefolgt von einem Gespräch mit dem Filmemacher Carlos Augusto Calil, der 1983 auch eine dem Künstler gewidmete Ausstellung kuratierte.

Die Ausstellung zeigt 142 Arbeiten, darunter 23 Neuzugänge aus der Sammlung des MAC USP, die den größten Bestand an Werken des Künstlers im Land hält. Die Auswahl stellt Gemälde und Zeichnungen in den Vordergrund, geordnet nach wiederkehrenden Themen im Werdegang Silvas, etwa Landleben, Religiosität, Landschaft, Stillleben und Selbstporträt. Die Fassung in São Paulo umfasst zudem einen Bereich für Arbeiten auf Papier, mit dem Buch Romance da minha vida als Schwerpunkt, das aus 76 vollständig gezeigten Zeichnungen besteht.
Geboren in Sales de Oliveira im Landesinneren von São Paulo, begann José Antônio da Silva 1940 mit seiner künstlerischen Arbeit. Als Autodidakt baute er ein Werk auf, das mit der ländlichen Welt verbunden ist, und nahm an mehreren Ausgaben der Bienal de São Paulo teil, außerdem vertrat er Brasilien 1952 und 1966 auf der Biennale von Venedig. Zu seiner institutionellen Anerkennung gehörten Ausstellungen im Carnegie Institute in Pittsburgh sowie Schauen in den Vereinigten Staaten, die der brasilianischen Volkskunst gewidmet waren. Der Werdegang Silvas macht den internationalen Umlauf künstlerischer Produktion aus randständigen Zusammenhängen und ihre Aufnahme in formale Kreise der Anerkennung sichtbar.

Die Ausstellung wird von Petrobras und Banco do Brasil gefördert, mit Unterstützung des Kulturministeriums über das Bundesgesetz zur Kulturförderung. Indem es öffentliche Debatten um das Werk anstößt, weitet das MAC USP die Diskussion über Erinnerung, Sammlung und Kulturpolitik aus und stellt die Rolle der Institutionen bei der Bewahrung und Erneuerung der Erzählungen brasilianischer Kunst zur Betrachtung.
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