SP-Arte 2026 vereint 180 Aussteller und erweitert den Fokus auf Design
Die 22. Ausgabe der SP-Arte findet im Pavilhão da Bienal in São Paulo statt, mit erweiterter Programmgestaltung, internationaler Beteiligung und einem neuen Sektor, der sich dem autonomen brasilianischen Design widmet.
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Caíque NucciText von Caíque Nucci
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Die SP-Arte erreicht ihre 22. Ausgabe zwischen dem 8. und 12. April 2026 im Pavilhão da Bienal in São Paulo. Die Veranstaltung bringt 180 Aussteller zusammen, darunter Galerien, Studios, Verlage und Institutionen, und festigt damit ihre Rolle als einer der wichtigsten Treffen im Kunstkreis Lateinamerikas.
Die von Fernanda Feitosa gegründete Messe hat im Laufe der Jahre eine konsistente Position aufgebaut, indem sie Künstler, Sammler und Fachleute aus der Branche verbindet. In den letzten Zyklen hat sie das Design auf strukturiertere Weise integriert, um der Veränderung des Interesses der Öffentlichkeit und des Marktes selbst zu folgen, der heute Möbel und Objekte als Teil des kulturellen Feldes betrachtet.

Im Jahr 2026 intensiviert sich dieser Trend. 64 Aussteller im Bereich Design sind vertreten, darunter Namen wie LinBrasil, Bossa Furniture, Bref und Ulysses de Santi. Die wichtigste Neuheit ist der Design NOW-Bereich, der sich auf unabhängige brasilianische Designstudios konzentriert und von Livia Debbane und Patricia Dranoff kuratiert wird. Der Bereich präsentiert Kleinserien und Materialuntersuchungen. Debbane kuratiert auch die Ausstellung “Existe uma árvore”, die eine Lesart des brasilianischen Möbeldesigns anhand der verwendeten Holzarten vorschlägt.
Das Programm umfasst Treffen in der Arena Iguatemi, die von Marcello Dantas kuratiert werden, und Gespräche auf dem Palco SP-Arte, der von Tamara Perlman organisiert wird. Gleichzeitig behält die Messe ihre internationale Präsenz mit Galerien wie Galería Sur, Continua, RGR und Piero Atchugarry sowie Teilnehmern aus Europa und Lateinamerika.
Die Expansion des Designs innerhalb der SP-Arte weist auf eine umfassendere Veränderung hin. Es gibt ein wachsendes Interesse an Autorenstücken, experimentellen Prozessen und Kleinserien. Diese Entwicklung deutet auf eine Verschiebung des Fokus von der industriellen Produktion hin zu unabhängigeren Praktiken, die der Kunst und der Materialforschung näher sind.

Neben dem Programm umfasst die Messe auch Förderinitiativen wie den Prêmio Arauco SP-Arte, den Prêmio Artefacto SP-Arte und den Prêmio MECA SP-Arte ABACT, der ein Kunststipendium im Instituto MECA anbietet. Diese Projekte helfen, neue Namen bekannter zu machen und Verbindungen außerhalb des Landes zu knüpfen.
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